Diabetesversorgung

 

Die Definition von fußgerecht ist zwei­fellos sehr subjektiv und wird zum Bei­spiel vom Orthopädieschuhtechniker anders interpretiert als vom Patienten selbst. Hier prallt oftmals das von ei­nem Modediktat,ohne funktionelle Fußkenntnis, geprägte ästhetische
Empfinden desPatienten mit der Ex­pertenmeinung des Behandlungsteams über die fußgerechte Form des Schuhs aufeinander. Dabei ist in dieser Risiko­gruppe die Empfehlung für fußgerech­tes Schuhwerk in erster Linie als pro­phylaktische Empfehlung zur Vermeidung von schuhbedingten Fußverfor­mungen anzusehen, die im späteren Verlauf der Diabeteserkrankung bei eventueller zusätzlicher Kombination mit PNP zu einem größeren Fußerkran­kungsrisiko führen könnten. Insofern ist das Tragen von
fußgerechten Schu­hen nicht zwingend notwendig und kann vom Patienten auch langsam „er­lernt" werden.

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